Achtung!Abgelaufen: 03.01.2026

10 Mio. Euro im Budget 2026

Veröffentlichungsdatum06.12.2025Lesedauer3 MinutenKategorienStadtgemeinde Mank
Gemeinderat am Krampustag

Foto: Dennis Gavrău, Franz Zöchbauer, Petra Irschik, Maria Maier, Martin Brader, Josef Pfeffer, Julia Miedler, Elisabeth Zuser, Franz Kaufmann, Johann Buresch, Martin Leonhardsberger mit Krampus und Nikolaus, Bernadette Janisch, Otmar Garschall, Wolfgang Ammerer, Michael Scharner, Michaela Engl, Walter Steinwander und Hubert Groiss.

Bei der Gemeinderatssitzung am 5. Dezember im Rathaus Mank wurde das Budget 2026 einstimmig beschlossen. 

Am Krampustag musste Bürgermeister Martin Leonhardsberger zweimal die Sitzung unterbrechen, da Nikolaus und Krampusse ihren Besuch im Sitzungssaal abstatteten.

Dank aktiver Wirtschaft und vorausschauender Baulandpolitik verfügt die Gemeinde auch 2026 über Handlungsspielräume für Investitionen.

10,2 Mio. im Budget 2026 – die wichtigsten Vorhaben

Die laufenden Einnahmen und Ausgaben (operative Gebarung) machen 7,2 Mio. Euro aus. 301.700 Euro beträgt der Überschuss (Haushaltspotential), der für Investitionen bei Kanalbau (150.000€), Güterwegen (21.000€), Urnenwand Friedhof (35.000€) und Erneuerung der Holzterrasse beim Soleaerium (20.000€) verwendet wird.

Weitere 3 Mio. Euro werden für einmalige Vorhaben investiert: im Straßenbau ist der Radweg nach Loipersdorf das größte Vorhaben, der Brücken- und Güterwegebau ist mit 100.000€ budgetiert, für kleinere Straßenbau- und Radwegprojekte und für Reserven für den Hauptplatz sind knapp 300.000€ vorgesehen. Beim Kanal schlägt die Erneuerung der Steuerung für die Kläranlage mit 230.000€ zu Buche. Mit den Einnahmen im Wasserhaushalt werden Reserven für einen dritten Tiefbehälter angelegt, auch ein 200 kW Batteriespeicher für die PV-Anlage beim Wasserwerk ist angedacht. Die nächste Etappe am Molkereiareal wird an die GEDESAG verkauft, dies ermöglicht den Abbruch des ehemaligen Topfereigebäudes am Molkereiareal (150.000€), den Ankauf des Gemeindetraktors (55.000€), den Hochwasserschutz beim neuen Sportplatz (180.000€), die Erneuerung der Beschattung am Rathaus (50.000€), den Beitrag zum Ankauf eines Kranfahrzeuges für die Feuerwehr (60.000€) und Zuführungen an den Straßenbau (55.000€).

Die allgemeine Wirtschaftslage und die höheren Sozialausgaben bewirken ein relativ geringes Minus von knapp 10.000€ im Vergleich zum Vorjahr. Der finanzielle Spielraum reduziert sich aus heutiger Sicht ohne weitere Maßnahmen ab dem Jahr 2028 jedoch stark. Eine eventuell bessere Wirtschaftslage, Änderungen bei Den Darlehenslaufzeiten und Gebührenerhöhungen sind aber hier noch nicht berücksichtigt. Dank der aktiven Manker Wirtschaft kann die Stadtgemeinde mehr als 1 Million Euro an Kommunalsteuern einplanen. „Dank fleißiger Unternehmen und aktiver Baulandpolitik sind wir unter den besten Gemeinden im Bezirk“ freut sich Bürgermeister Martin Leonhardsberger über das gute Budget. „Wir werden weiterhin vorsichtig wirtschaften und Schulden reduzieren.“

Schuldenstand sinkt unter 6 Mio. Euro

Der Schuldenstand sinkt im kommenden Jahr von 6,14 Mio. Euro auf 5,86 Mio. Euro. Er ist damit etwa gleich hoch wie vor 20 Jahren. Rund 80% der Darlehen der Gemeinde sind fix verzinst. Ein Darlehen von 300.000€ wird im Kanalbau aufgenommen, die Tilgungen und Zinsen machen 577.800€ aus. Rund die Hälfte der Darlehen stammt aus dem Kanal- und Wasserhaushalt und ist über Gebühren gedeckt. Für zahlreiche weitere Darlehen ist es gelungen, Zinsenzuschüsse des Landes zu erreichen.

Abbildung: der Schuldenstand der Stadtgemeinde im 10-Jahresverlauf

Schuldenstand seit 2015

Große Vorhaben außerhalb des Budgets: Schulaufstockung und Glasfaserausbau

Die Großvorhaben wie Ausbau der Mittelschule und die erste Etappe des Glasfaserausbaues schlagen sich im Budget nicht nieder. Der Schulbau läuft über die Mittelschulgemeinde und die GMO Glasfaser GmbH realisiert den flächendeckenden Ausbau am Land.

Das Budget wurde im Prüfungsausschuss unter Petra Irschik geprüft und befürwortet, Anregungen von Hr. Hikade wurden behandelt.

 

Die weiteren Beschlüsse:

Grundverkauf im Siedlungsgebiet Flurweg 

Ein Baugrund in der neuen Siedlung Flurweg entlang der Tischlerei Garschall wurde an Andrea und Stefan Baumann verkauft. Damit sind bereits 4 von 8 Baugründen des ersten Bauabschnittes vergeben. Für den Ankauf eines Grundstückes im Betriebsgebiet mit 3.000 m2 durch p&f Real GmbH wurde eine Vereinbarung mit der Gemeinde als Kläranlagenbetreiber geschlossen.

Bericht KIP-Mittelverwendung

Die Stadtgemeinde hat im Rahmen des kommunalen Investitionsprogrammes 2023 (KIP) des Bundes 336.170€ erhalten. 50% der Mittel wurden für Umweltmaßnahmen wie Photovoltaikanlagen bei Kläranlage, Wasserwerk und Stadtsaal verwendet, weitere 50% wurden für die Erneuerung des Daches am Caritas Wohnhaus du den Straßenbau im Türkenweg genutzt. Der Bürgermeister ist verpflichtet, bis Ende 2028 den Gemeinderat über die Mittelverwendung zu informieren und zu veröffentlichen.

Beschluss Klima-aktiv Gold Standard für Neubauten

Der Beschluss wurde im Energieausschuss unter Stadtrat Johann Buresch erarbeitet. Die Stadtgemeinde verpflichtet sich, bei der Errichtung von gemeindeeigenen Neubauten die höchsten Umweltstandards einzuhalten. Faktoren wie Standort, Energieversorgung, Kreislaufwirtschaft und Komfort fließen in ein Punktesystem ein. Maximal 1.000 Punkte gibt es zu erreichen, der Gold-Standard ist ab 900 Punkten erreicht. Aktuell stehen keine Neubauten an, aus heutiger Sicht ist der nächste Kindergarten am Molkereiareal in ca. 5 Jahren ein Projekt für diesen Standard.

Weiterleiten mit FacebookWeiterleiten mit Twitter