Im Rahmen der 9. Gemeinderatssitzung am 25. Juni wurde Manfed Paireder als neuer Gemeinderat angelobt. Der Beschluss der Vereinsförderungen, der Zielvereinbarungen für die familienfreundliche Gemeinde und für die Straßenbauarbeiten am Hauptplatz standen am Programm.
Am Beginn der Gemeinderatssitzung wurde Manfred Paireder als neuer FPÖ-Gemeinderat vom Bürgermeister angelobt. Der 51-jährige Bauarbeiter aus der Chorherrengasse folgt auf Michael Scharner, der im Mai sein Amt zurücklegte. Paireder wird künftig in den Ausschüssen für Kultur&Vereine, Jugend&Familie und als Zuhörer im Bildungsausschuss vertreten sein.
110.000€ für Manker Vereine
Auch in Zeiten knapper Budgets unterstützt die Stadtgemeinde ihre Freiwilligen. Stadtrat Otmar Garschall hat im Vereinsausschuss die Förderungen erarbeitet. „Vereine sind das lebendige Herz eines Ortes – ohne sie wäre es fad“ so Garschall. Neben einem Basisbetrag werden Jugendarbeit, Einsatz fürs Allgemeinwohl und auch der Einsatz für Umwelt und Klimaschutz belohnt. Sonderförderungen gibt es bei außerordentlichen Anschaffungen. 31 Manker Vereine werden auf diese Weise mit einer Gesamtsumme von 46.924€ gefördert. Die Feuerwehr hat im Vorjahr 85.000€ für Bekleidung, Reparaturen und Anschaffungen aufgewendet – sie erhält dafür 14.000€ von der Stadtgemeinde. Die Kooperation der Stadtgemeinde mit dem Stadtmarketing Mank läuft gut – Stadtmarketing Obmann Werner Schrittwieser zog Bilanz und stellte die Digitalisierung der Mank-Card als App vor. Ab November kann man die analoge Mank-Card und die digitale App nutzen. Die Investition beträgt 50.000€, die Stadt investiert auch heuer wieder 14.000€ in die Initiativen der Wirtschaft. In der Kindergruppe Schmetterling steht mit dem Umzug in das Gebäude am Friedhofweg 4 zum Jahreswechsel ein großer Schritt bevor. Obfrau Melanie Grubner stellte das pädagogische Konzept und das Kinderschutzkonzept der Gruppe vor. Die Kinderzahlen der Kindergruppe und auch der Allgemeinen Sonderschule haben sich in den letzten Jahren verdoppelt, daher ist eine gemeinsame Nutzung der Räumlichkeiten auf Dauer nicht mehr sinnvoll möglich. Die Ferienbetreuung ist ebenfalls mit der Kindergruppe abgedeckt, die 2 Gruppen mit maximal 50 Kindern umfasst. Die Stadtgemeinde ist verpflichtet, die Landesförderung von rund 17.500€ je Gruppe zu verdoppeln. Im Juli wird in einer eigenen Gemeinderatssitzung die Adaptierung des Hauses gestartet, und bis zum Jahresende umgesetzt. „Unsere Vereine leisten Enormes für unsere Stadt, daher gibt es weiterhin eine großzügige Unterstützung“ so BGM Martin Leonhardsberger.
Neben den Vereinen gibt es auch Förderungen für die Betriebe: Stadträtin Bernadette Janisch hat die Firmen aktiv informiert und so erhalten 17 Unternehmen für insgesamt 66 Lehrlinge in Mank 15.141€ an Förderungen. Je 10 Lehrlinge beschäftigen das Raiffeisen Lagerhaus und ZÖFA, 8 Lehrlinge arbeiten bei Maler Bodner, und 6 bei DSK.
Zielvereinbarung Familienfreundliche Gemeinde
Stadträtin Elisabeth Zuser berichtete von der Erarbeitung der Ziele zur 4. Zertifizierung als Familien- und kinderfreundliche Gemeinde. 232 Ideen wurde als Grundlage eingebracht – in öffentlichen Sammelboxen und bei Workshops im Jugendraum JIM und in der Volksschule wurden die Anregungen erarbeitet. 8 konkrete Maßnahmen sollen in den kommenden 3 Jahren umgesetzt werden: Verbesserungen am Spielplatz Stadtpark und im Außenbereich der Volksschule, generationenübergreifende Angebote, weitere Trauerangebote, ein Brunnen am Hauptplatz und die Temporeduktion beim Kindergartenparkplatz sind einige Beispiele dafür. Die 3 FPÖ-Mandatare stimmten - so wie in allen weiteren Beschlüssen die den Hauptplatz betrafen - dagegen.

Fußverkehrskonzept & Hauptplatzbau 2027
Für die Erlangung der Fördermittel des Bundes für den Hauptplatz und weitere Vorhaben wurde das Fußverkehrskonzept unter Einbindung der Bevölkerung erarbeitet. Das Büro arealConsult hat die Maßnahmen in der Stadt und am Land zusammengefasst und im Bauausschuss wurde eine Prioritätenreihung durchgeführt. Der neue Hauptplatz soll zuerst umgesetzt werden, weiters der Verbindungsweg vom betreuten Wohnen zur Molkerei bzw. Eurospar, der Lückenschluss zwischen Maidengasse und Hippolytgasse, die Erneuerung der Pflasterung beim Rathausbrunnen und die Herrenstraße sind die wichtigsten Maßnahmen.
Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung wurden die Beschlüsse für den Grundkauf Verbindungsweg betreutes Wohnen-Molkerei und für den Kauf der Teilflächen von der Pfarre für den Hauptplatz gefasst. Das OK der Diözese für den Grundkauf steht noch aus.
Hauptplatz wird 2027 umgesetzt
Nachdem sich im Vorjahr 79,3% der Mankerinnen und Manker für den neuen Hauptplatz ausgesprochen haben, geht es im kommenden Jahr in die Umsetzung. Nach den Bürgerworkshops und den Grundverhandlungen mit der Pfarre wurde der Plan nochmals im Bereich Heimatmuseum – Kriegerdenkmal angepasst: dank des Entgegenkommens der Pfarre sind breitere Gehsteige möglich. Beim Heimatmuseum und beim Kaufhaus Anderle betragen die Breiten 1,8 bis 4 Meter, auf der wenig frequentierten Seite beim Kriegerdenkmal 1,25 bis 1,65 Meter. Mit der Erhöhung der Fahrbahnbreite auf 6,70 Meter im Kurvenbereich können LKWs, Busse und Traktoren gefahrlos passieren – derzeit beträgt die Fahrbahnbreite neben den parkenden Autos nur 5,50 Meter. Für die Finanzierung des Projektes war die Erreichung der Leuchtturm-Projektförderung aus EU-Mitteln entscheidend – die Stadt darf hier mit 195.000€ rechnen. Weitere Förderungen sollen vom Bund und der NAFES-Aktion des Landes kommen. Ziel ist, rund die Hälfte der Gesamtkosten von zirka 1 Mio. Euro durch Förderungen abzudecken.

Im Februar 2026 wurde vom Büro Kozisnik die Ausschreibung der Straßenbauarbeiten für den Hauptplatz durchgeführt. Ein vergabefähiges Projekt war die Grundlage für die Einreichung der Förderung als Leuchtturm-Projekt. Die Firma Lang & Menhofer ist mit 654.655€ als Bestbieter hervorgegangen – alle weiteren Bewerber lagen im Bereich von 840.000€. Die Preise sind nur bis Ende Juni gültig, daher erfolgte mehrheitlich die Vergabe mit den Stimmen von vpmank, SPÖ, GRÜNE. Die FPÖ stimmte gegen die Vergabe. Stadtrat Otmar Garschall wandte sich in einer Stellungnahme an die FPÖ.
„Der neue Hauptplatz verbessert die Verkehrssicherheit und die Aufenthaltsqualität, die Bäume sorgen für bessere Kühlung, die Anzahl der Parkplätze im Zentrum wurde mit dem Ausbau am Friedhofweg gesteigert und LKW, Busse und Traktoren können künftig besser als bisher passieren. Auch wenn sich manche mit dieser Veränderung ins Positive noch schwertun - wir haben ein funktionierendes Konzept das mit den Anrainern und Fachleuten abgestimmt ist, und das bei der Volksbefragung eindrucksvoll bestätigt wurde.“ so BGM Martin Leonhardberger. „Das Friedhofstürl haben sich viele auch nicht vorstellen können und heute funktioniert es.“ zog er einen augenzwinkernden Vergleich.
Die weiteren Beschlüsse:
Für die Kläranlage und das Wasserwerk wird ein Batteriespeicher mit je 215 kW Leistung angeschafft. „Damit werden die Erträge aus den Photovoltaik-Anlagen noch besser genutzt“ erklärt Stadtrat Wolfgang Ammerer. Als Bestbieter bei der Ausschreibung der Hydroingenieure ging Elektro Zeiss mit einer Angebotssumme von 137.727€ hervor. Im Vereinsgebäude des USC wird ebenfalls ein 100 kW Stromspeicher installiert – die Stadtgemeinde schloss einen Erfüllungsgehilfenvertrag mit dem USC ab – bei einer Gesamtinvestition von 54.700€ und 20.200€ an Förderungen beträgt der Gemeindebeitrag 27.600€, den Rest trägt der USC.
Im Bauausschuss wurde die Änderung des Flächenwidmungsplanes besprochen. Die Umwidmung der restlichen Grundstücke am Flurweg, Änderungen im Betriebsgebiet, der Geh- und Radweg Betreutes Wohnen-Molkerei, Erhaltenswerte Gebäude im Grünland und kleinere Korrekturen sind geplant. Die öffentliche Auflage erfolgt über 8 Wochen im Sommer. Der genaue Zeitraum wird auf der Amtstafel bekannt gegeben.
Im Prüfungsausschuss unter Petra Irschik stellte am 19. Juni einen Kassenstand von 727.679€ fest. Die Belegprüfung ergab keine Beanstandungen. Der „Ball in Mank“ war gesellschaftlich ein Erfolg, es ist jedoch ein Minus von 3.677€ zu verzeichnen. Beim Michaelikirtag 2025 gab es Ausgaben von 3.175 aber nur Einnahmen von 856€ - die bereits durchgeführte Erhöhung der Marktstandgebühren soll hier Besserung bringen. Geprüft wurden auch die Mitgliedschaften der Stadtgemeinde – für 11 Vereine werden jährlich 6.444€ an Beiträgen bezahlt. Die LEADER-Region hat mit 3.350€ den größten Anteil daran.